{"id":272,"date":"2014-08-20T08:48:13","date_gmt":"2014-08-20T06:48:13","guid":{"rendered":"http:\/\/wandbilder-schoch.de\/schoch\/wordpress\/?p=272"},"modified":"2019-12-09T08:54:39","modified_gmt":"2019-12-09T07:54:39","slug":"272","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wandbilder-schoch.de\/schoch\/wordpress\/2014\/08\/20\/272\/","title":{"rendered":"20.000 Euro zur Rettung der Schoch-Wandbilder"},"content":{"rendered":"<p>Artikel in der Feuerbacher Woche 20. 08. 2014<\/p>\n<h2>Gemeinn\u00fctziger Verein sammelt Spenden zum Erhalt historischer Ansichten von Feuerbach<\/h2>\n<dl>\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wandbilder-schoch.de\/img\/feubawo.jpg\" alt=\"Die beiden ver\u00f6ffentlichten Schwarz-Weiss-Bilder\" width=\"660\" \/><\/dt>\n<dd>Linkes Foto (von Links): Elke Thieme, Roland Saur und Herwig Janicek setzen sich im Verein zur Rettung der Wandbilder im Schoch-Areal f\u00fcr die vom Abriss bedrohten Malereien ein.<br \/>\nRechtes Foto: Die historische Aufnahme zeigt das gro\u00dfe Wandbild in der Kantine.<br \/>\nFotos: Ruppert\/Privat<\/dd>\n<\/dl>\n<p>In Feuerbach hat sich Anfang des Jahres ein Verein zur Rettung der Wandbilder in der Kantine der ehemaligen Chromfabrik \u201eGebr\u00fcder Schoch\u201c gegr\u00fcndet. Die Vorl\u00e4ufer-Initiative besteht schon l\u00e4nger. Angesichts des f\u00fcr das kommende Jahr geplanten Abrisses der Fabrik sammelt der Verein Geld f\u00fcr den Erhalt der Bilder \u2013 rund 20 000 Euro werden f\u00fcr die fachm\u00e4nnische Entfernung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Angefangen hat alles 2006, als ich bei einem Besuch die Wandgem\u00e4lde in der Kantine von Schoch entdeckte\u201c, erkl\u00e4rt Elke Thieme vom gemeinn\u00fctzigen Verein zur Rettung der Wandbilder im Schoch-Areal. Thieme fielen die vier Wandmalereien \u2013 zwei historische Ansichten von Feuerbach und zwei Sinnspr\u00fcche \u2013 sofort auf. Sie waren 1949 von Hans Bechstein an drei W\u00e4nde der Firmenkantine gemalt worden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Gem\u00e4lde mit 5.59 auf 1,59 Metern hei\u00dft \u201eWeinbaugemeinde&#8220;. Es zeigt Feuerbach als Siedlung, die gepr\u00e4gt war von Weinanbau sowie Ackerbau und Viehzucht. Bechsteins Gem\u00e4lde gilt nicht als historisch exakt, vermittelt aber einen Eindruck wie es in Feuerbach vor der Industrialisierung ausgesehen haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Das kleinere Bild (1.59) auf 1,59 Meter) hei\u00dft \u201eDie Wette\u201c. Es stellt den fr\u00fcheren L\u00f6schteich \u201eWette\u201c von Feuerbach dar. Die \u201eWette\u201c diente auch als Pferdeschwemme zum Tr\u00e4nken des Viehs. Sie befand sich an der Ecke M\u00fchl-\/Bachstra\u00dfe \u2013 heute M\u00fchl-\/Dieterlesta\u00dfe. Daneben gibt es auch zwei Sinnspr\u00fcche in den Gr\u00f6\u00dfen 3.26 auf 0,52 sowie 0,99 auf 1,27 Meter.<\/p>\n<p>Nachdem vor einigen Jahren klar war, dass das Geb\u00e4ude mit der Kantine im Rahmen der Neugestaltung des Schoch-Areals abgerissen wird, setzte sich Thieme zun\u00e4chst in einer Initiative f\u00fcr den Erhalt der Wandmalereien ein. \u201eWir h\u00e4tten gerne auch die Geb\u00e4ude erhalten, aber jetzt wollen wir wenigstens die Gem\u00e4lde vor der Zerst\u00f6rung retten\u201c, so Thieme.<\/p>\n<p>\u201eDie Stadt als Eigent\u00fcmer interessieren die Gem\u00e4lde nicht\u201c, sagt Herwig Janicek, der auch im Vereinsvorstand mitarbeitet. Schon 2011 wurde n\u00e4mlich best\u00e4tigt, dass es sich bei den Malereien nicht um Kulturdenkmale handelt. Indes hat Professor Roland Lenz von der Staatlichen Akademie der bildenden K\u00fcnste die Abnehmbarkeit der Wandgem\u00e4lde best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Ziel des Vereins ist es daher genug Spenden zu sammeln, um die aufwendigen Arbeiten zur Abnahme der Bilder in dem Fabrikgeb\u00e4ude voranzutreiben. \u201eDer Abriss des Geb\u00e4udes ist f\u00fcr das zweite Quartal 2015 geplant und wir hoffen bis Ende diesen Jahres genug Geld f\u00fcr die Rettung der Gem\u00e4lde zusammenbekommen zu haben\u201c, so Roland Saur vom Vorstand des Vereins. F\u00fcr alle vier Wandmalereien ben\u00f6tigt der Verein insgesamt rund 20 000 Euro.<\/p>\n<p>Um das Geld zusammenzubekommen, hat sich der Vereinsvorstand schon einiges einfallen lassen, so war man etwa mit einem Stand beim H\u00f6flesmarkt vertreten. \u201eDie Leute beim H\u00f6flesmarkt waren sehr interessiert\u201c, fasst Saur die Erfahrung zusammen. Auch Flyer wurden gedruckt, zudem gibt es Buttons und Schokotaler mit dem Konterfei des Vereins.<\/p>\n<p>Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft der Gem\u00e4lde gibt es auch schon. So haben sich die Verantwortlichen des Kreativzentrums IW8 in Feuerbach bereit erkl\u00e4rt die Wandmalereien zun\u00e4chst bei sich im Eingangsbereich unterzubringen.<\/p>\n<p>Fernziel bleibt aber eine Ausstellung in der N\u00e4he des Schoch-Areals. Daher hat der Vereinsvorstand auch schon Kontakt zu Rolf Zielfleisch vom Verein Schutzbauten Stuttgart aufgenommen. Beide Parteien s\u00e4hen in einem k\u00fcnftigen \u201eDenkort\u201c, wie er Zielfleisch bei den Bunkeranlagen am Feuerbacher Bahnhof vorschwebt, eine gute M\u00f6glichkeit zur Ausstellung der Malereien.<\/p>\n<p>Wer den Verein unterst\u00fctzen will, kann sich per E-Mail an info@wandbilder-schoch.de oder telefonisch unter der Nummer (0711) 3 58 92 02 an die Verantwortlichen wenden.<br \/>\nSpenden sind m\u00f6glich an das Konto 4 046 792 bei der BW-Bank (BLZ 600 501 01).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel in der Feuerbacher Woche 20. 08. 2014 Gemeinn\u00fctziger Verein sammelt Spenden zum Erhalt historischer Ansichten von Feuerbach Linkes Foto (von Links): Elke Thieme, Roland Saur und Herwig Janicek setzen sich im Verein zur Rettung der Wandbilder im Schoch-Areal f\u00fcr die vom Abriss bedrohten Malereien ein. 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