{"id":249,"date":"2015-05-05T08:02:10","date_gmt":"2015-05-05T06:02:10","guid":{"rendered":"http:\/\/wandbilder-schoch.de\/schoch\/wordpress\/?p=249"},"modified":"2019-12-09T08:26:14","modified_gmt":"2019-12-09T07:26:14","slug":"die-wette-ist-gerettet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wandbilder-schoch.de\/schoch\/wordpress\/2015\/05\/05\/die-wette-ist-gerettet\/","title":{"rendered":"\u201eDie Wette\u201c ist gerettet"},"content":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht bei \u2192<a href=\"https:\/\/www.feuerbach.de\/aktuelles\/news\/2015\/05\/20\/die-wette-ist-gerettet\">feuerbach.de am 20.05.2015<\/a><\/p>\n<h2>B\u00fcrgerschaftliches Engagement sichert ein St\u00fcck Feuerbacher Identit\u00e4t<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"startPhotoSwipe\" src=\"https:\/\/www.feuerbach.de\/assets\/feuerbach\/images\/news_2015\/DieWette_Wandbild15.jpg\" alt=\"\u201eDie Wette\u201c: Die Vorlage f\u00fcr das Wandbild von 1949 war eine Fotografie aus der Zeit um 1890. Die \u201eWette\u201c war der Lo\u0308sch-Teich von Feuerbach und diente als Pferdeschwemme zum Tra\u0308nken des Viehs. Sie befand sich an der Ecke Mu\u0308hlstra\u00dfe, Bachstra\u00dfe - heute Mu\u0308hlstra\u00dfe, Dieterlestra\u00dfe. Rechts ist noch das Stellwehr zu erkennen. \u00dcber die abgebildeten Personen, insbesondere dem M\u00e4dchen in der Mitte, sind interessante Informationen \u00fcber Leben und Schicksal erhalten geblieben. Foto: E. Thieme\" \/><\/p>\n<p>Bild 1 von 1: \u201eDie Wette\u201c: Die Vorlage f\u00fcr das Wandbild von 1949 war eine Fotografie aus der Zeit um 1890. Die \u201eWette\u201c war der L\u00f6sch-Teich von Feuerbach und diente als Pferdeschwemme zum Tr\u00e4nken des Viehs. Sie befand sich an der Ecke Mu\u0308hlstra\u00dfe, Bachstra\u00dfe &#8211; heute M\u00fchlstra\u00dfe, Dieterlestra\u00dfe. Rechts ist noch das Stellwehr zu erkennen. \u00dcber die abgebildeten Personen, insbesondere dem M\u00e4dchen in der Mitte, sind interessante Informationen \u00fcber Leben und Schicksal erhalten geblieben. Foto: E. Thieme<\/p>\n<p class=\"introtext\">Nach einem Jahr intensivem Engagements (<a href=\"https:\/\/www.feuerbach.de\/aktuelles\/news\/2014\/06\/02\/historisches-erbe-der-feuerbacher-nachkriegszeit-gef%C3%A4hrdet\">wir berichteten<\/a>) hat der Verein zur Rettung der Wandbilder im Schoch-Areal e.V. es nun geschafft, alle Wandbilder aus der Kantine des ehemaligen Schoch-Areals zu sichern. \u201eDie Wette\u201c ist bereits vollst\u00e4ndig restauriert, die anderen Bilder sind zwischengelagert und warten noch auf ihre Restaurierung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<figure style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.feuerbach.de\/assets\/feuerbach\/images\/news_2015\/Wette_Restauration-1.jpg\" alt=\"Abb 1.: Zwei Restauratoren und eine Leiter.\" width=\"280\" height=\"372\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Abb 1.: Zwei Restauratoren und eine Leiter. Foto: E. Thieme<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Verein hat mit Unterst\u00fctzung von B\u00fcrgern und Firmen ein erstes Ziel erreicht &#8211; rechtzeitig vor dem Abriss der ehemaligen Kantine im Schoch-Areal im Fr\u00fchjahr 2015 konnten die Wandmalereien abgenommen werden \u2013 sie geh\u00f6ren jetzt dem Verein. Das 1,59 x 1,59 m grosse Wandbild \u201eDie Wette\u201c hat seinen neuen Platz im Kreativzentrum IMWERK8 gefunden. In der Siemensstra\u00dfe 136 \u2013 140 in Feuerbach, unweit des Schoch-Areals, in der ehemaligen Behr-Produktionssta\u0308tte, entwickelt sich ein Kunst- und Kulturzentrum. Dort ko\u0308nnten auch das deutlich gr\u00f6ssere zweite Wandbild \u201eWeinbaugemeinde\u201c und die beiden Spr\u00fcche angebracht werden. Das Schicksal der \u201eWeinbaugemeinde\u201c mit den beeindruckenden Ma\u00dfen 5,59 m x 1,59 m und der beiden ebenfalls gesicherten Sinnspr\u00fcche ist noch nicht entschieden. Wie \u201eDie Wette\u201c sind auch diese Wandmalereien 1949 als innenarchitektonisches Stilmittel zur Wandgestaltung in Seccomalerei angebracht worden. Nach ihrer Abnahme durch das Tu\u0308binger Restauratoren-Team um Frau Dr. Julia Feldtkeller warten die Bilder auf ihre Restaurirrung. Die dafu\u0308r notwendigen Geldmittel konnte der Verein noch nicht aufbringen und beno\u0308tigt hierzu weiterhin Unterst\u00fctzung durch Mitglieder und Spenden.<\/p>\n<p>Wie die Untere Denkmalschutzbeh\u00f6rde der Landeshauptstadt Stuttgart empfohlen hat, werden die Wandbilder f\u00fcr die O\u0308ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Nach der Komplettrestaurierung soll das Arrangement der Wandmalereien eine Erinnerung des industriellen Aufbruchs der Nachkriegszeit Feuerbachs sein.<\/p>\n<figure style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.feuerbach.de\/assets\/feuerbach\/images\/news_2015\/Wette_Restauration-2.jpg\" alt=\"Abb 2.: Der Gedichtsvers und sein urspr\u00fcnglicher Platz an der Wand.\" width=\"280\" height=\"563\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Abb 2.: Der Gedichtsvers und sein urspr\u00fcnglicher Platz an der Wand. Foto: E. Thieme<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eGerade aktuell verliert Stuttgart viel an historischer Substanz. Wir wollen mit dem Erhalt der Wandmalereien unseren Anteil dazu beitragen, dass in Feuerbach historisch wichtige Zeugnisse erhalten bleiben. Mit den Wandmalereien verbindet sich ein Teil der Industriegeschichte Feuerbachs. Chemiefirmen wie BASF, Metallveredelungs-Betriebe wie Schoch, lederverarbeitende Industrie wie Roser, metallverarbeitende Firmen wie Behr und Bosch brachten Arbeitspl\u00e4tze und Reichtum nach Feuerbach, aber auch Belastungen. Die Firma Schoch ist daf\u00fcr ein Beispiel: Ein weltbekannter Betrieb, der in der Nachkriegszeit auf Kunst in der Kantine Wert legt, aber auch auf Jahrzehnte hinaus Grundwasser und Boden verseucht hat. Umso wichtiger ist es f\u00fcr uns, dass f\u00fcr die Jugend und f\u00fcr neue Mitb\u00fcrger die Erinnerung an Feuerbach als Dorfgemeinde und als gro\u00dfer industrieller Fertigungsstandort erhalten bleibt. Die Wandmalereien mit ihrer Entstehungsgeschichte legen daru\u0308ber Zeugnis ab.\u201c, so Elke Thieme, die Vorsitzende des Vereins.<\/p>\n<p><strong>INFO: Wie wurden die Wandmalereien abgenommen?<\/strong><br \/>\nDie gesamte Bildoberfl\u00e4che wird mit zwei Schichten aus Baumwollstoff, die mit einer wasserlo\u0308slichen Kleber-Rezeptur (Coletta) getr\u00e4nkt sind, abgeklebt. Nach der Trocknung dieser Sicherungsschicht wird die Bildr\u00fcckseite mit entsprechendem Werkzeug von der Wandputzschicht gel\u00f6st und abgenommen. Bei der Restaurierung wird die getrocknete Sicherungsschicht wieder angefeuchtet und kann dann vorsichtig entfernt werden. Dieses Abnahmeverfahren f\u00fcr Wandmalereien wurde in Italien entwickelt.<\/p>\n<figure style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.feuerbach.de\/assets\/feuerbach\/images\/news_2015\/Wette_Restauration-3.jpg\" alt=\"Abb 3.: Weinbaugemeinde: In der Werkstatt wird die Schutzschicht, mit der die Bilder abgenommen wurden, wieder entfernt.\" width=\"280\" height=\"334\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Abb 3.: Weinbaugemeinde: In der Werkstatt wird die Schutzschicht, mit der die Bilder abgenommen wurden, wieder entfernt. Foto: E. Thieme<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht bei \u2192feuerbach.de am 20.05.2015 B\u00fcrgerschaftliches Engagement sichert ein St\u00fcck Feuerbacher Identit\u00e4t Bild 1 von 1: \u201eDie Wette\u201c: Die Vorlage f\u00fcr das Wandbild von 1949 war eine Fotografie aus der Zeit um 1890. Die \u201eWette\u201c war der L\u00f6sch-Teich von Feuerbach und diente als Pferdeschwemme zum Tr\u00e4nken des Viehs. 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